Therapiespektrum

Mein physiotherapeutisches Spektrum für Menschen als auch für Pferde beinhaltet folgende Therapieformen:
Für mich steht die ganzheitliche Betrachtungsweise im Vordergrund. Die Therapiemaßnahmen werden nach den spezifischen Bedürfnissen und Zielen des Patienten ausgewählt, um die Grundursache zu finden und zu beheben.

Dies kann sowohl präventiv sein, um Verletzungen, Überlastungen und Schäden vorzubeugen als auch kurativ, um akute oder chronische Problematiken zu verbessern oder aufzuheben.
Von Muskelverspannungen, Gelenkerkrankungen als auch Blockaden bis hin zu Sehnen- oder Bänderverletzungen, Phlegmonen oder Lymphproblematiken, Wundheilungsstörungen oder Lungenerkrankungen.

Ich behandle vom Freizeitpferd bis hin zum internationalen Sportpferd. Von Jung bis Alt. Je eher und regelmäßiger man die Pferde/Sportler begleitet, desto besser können Überlastungen, Rittigkeitsprobleme und Folgeschäden vermieden werden.

Getreu dem Motto „Der Reiter formt das Pferd“ behandle ich sehr gerne jeden Reiter und helfe bei der Mobilisierung und Stabilisierung seines Körpers, damit das Pferd noch besser und geschmeidiger unterstützt werden kann. Nicht selten lösen sich nach der Behandlung des Reiters Probleme des Pferdes wie von selbst.

Selbstverständlich darf auch jeder Nicht-Reiter zu mir kommen.

Meine Ausbildungsinhalte zur Physiotherapeutin für Pferde waren Massagetechniken, Manuelle Therapie, Anatomie, Biomechanik, Präparation (Uni München), Krankheitslehre, Sattelkunde, Schmiedelehre und Zahnheilkunde.

Sympathische Reflexpunkttherapie (SRP®)

Die Sympathische Reflexpunkttherapie ist ein Konzept, welches das Zusammenspiel von Sympathikus, peripherem Nervensystem und orthopädischen Problemen behandelt. Neben den orthopädischen Problemen werden auch weitere Stressfaktoren, wie zum Beispiel Allergien berücksichtigt und können positiv beeinflusst werden, indem mehr Kompensation geschaffen wird. Die Therapie greift am autonomen Nervensystem an, welches kaum bewusst beeinflusst werden kann. Es hat Einfluss auf Muskulatur, verschiedene Nerven und Organe.
Der Sympathikus nimmt seine Aufgabe zum Schutz des Körpers sehr ernst. Er ist in der Lage falsch stehende Gelenke zu halten, kann sie aber auch durch Zug verschieben. Die Probleme, die dadurch entstehen sind neben Schmerzen, neurogenen Entzündungen auch Störungen der Ansteuerung von Muskeln. Das kann neben Kraftverlust auch zu Koordinationsstörungen führen, die durch reines Üben nicht verbessert werden können.
Durch Reize aus der Umwelt, Fehlstellungen von Gelenken und anderen Zusammenspielen im Körper wird das Nervensystem gereizt und aktiv gehalten. Dies sorgt für Entzündungen, Schmerzen, Koordinationsstörungen und Fehlbelastungen. Durch die Fehlstellungen befindet sich das, bewusst selten beeinflussbare System, in einer Reizschleife. Nicht selten ist die Schmerzstelle nicht der Ort der Ursache. Zum Beispiel finden Schmerzen in der Lendenwirbelsäule häufig ihre Ursache in der Halswirbelsäule oder dem Handgelenk. Knieschmerzen können ursprünglich aus einem verkippten Sprunggelenk oder der Lendenwirbelsäule kommen. Achillessehnenreizungen können durch eine Verschiebung der Kopfgelenke hervorgerufen werden. Fesselträgerreizungen an einem Hinterbein vom Pferd können die Folge von verkippten Gleichbeinen an den Vorderbeinen sein.
Die Liste ist lang und zeigt die Zusammenhänge des (Nerven)systems. Häufig gibt es nicht nur ein Problem.
Durch die SRP-Therapie® können die Reizschleifen unterbrochen und die Aktivierung des Nervensystems reduziert werden. Dadurch kann der Körper die Durchblutung und Regeneration wieder verbessern. Spannungen werden reduziert, wodurch die Bewegung und die Koordination der Muskeln verbessert werden. Schmerzen lassen nach.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Form der physikalischen Therapien und Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie. Sie dient als Ödem- und Entstauungstherapie bei Lymphödemen und Phlegmonen sowie Hämatomen und spielt somit eine große Rolle bei Sehnen- und Gelenkverletzungen. Bei einer Sehnenruptur blutet es in die Struktur ein, drückt die Fasern auseinander und verhindert so, dass die Heilung eintritt und die Faserenden wieder zueinander finden, um zusammenwachsen zu können.
Auch Narben werden dadurch mobilisiert und eine verbesserte Lymphgefäßneubildung wird nach einer Durchtrennung angeregt.
Ein Kompressionsverband unterstützt die Manuelle Lymphdrainage.

Myofasziale Triggerpunkttherapie

Myofasziale Triggerpunkte sind Verhärtungen im Muskel. Unter dem Mikroskop sieht man sie als zusammengezogene Muskelfasern, deren Durchblutung gedrosselt ist. Somit können sich Stoffwechselgifte und Entzündungsstoffe ansammeln, welche Schmerzen auslösen. Durch unterschiedliche Behandlungsmethoden wie Druck, Massage, Faszientherapie, Dehnungen und Kinesiologische Tapeanlagen können sie gelöst und somit eine Normalisierung der Blutzirkulation und der Spannungsverhältnisse wiederhergestellt werden.

Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie beinhaltet zunächst jegliche Therapieformen, die durch die Hand (lat. „Manus“) des Therapeuten ausgeübt werden. Es werden Funktionsstörungen des Bewegungsapparates untersucht und behandelt. Hauptsächlich zielt es auf die Gelenkmechanik ab. Blockierte oder eingeschränkte Gelenke werden mobilisiert.

Faszientherapie

Die Faszientherapie ist eine Form der Manuellen Therapie, die sich auf die Behandlung des Fasziengewebes im Körper konzentriert. Faszien sind dünne, bindegewebige Hüllen, die Muskeln, Organe, Nerven und andere Strukturen umgeben und miteinander verbinden.
Durch verschiedene Techniken wie Druck, Reibung und gezielte Massagegriffe können die Verklebungen, Verhärtungen oder Spannungen im Fasziengewebe gelöst werden. Solche Veränderungen können durch Verletzungen, Fehlhaltungen, Stress, Bewegungsmangel oder Überlastung entstehen und Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen verursachen.

Massagetechniken

Die klassische Massage ist eine der häufigsten Massagearten. Sie fördert die Durchblutung und hilft so den Muskeln zu entspannen. Durch die angenehme, eher sanfte Technik wird die mentale Entspannung zusätzlich forciert. Klopfungen, Reibungen oder Vibrationen sind hilfreich, um Schleim in der Lunge zu lösen und den Abtransport zu fördern.

Deep friction / Querfriktion / Narbenmobilisation

James Cyriax, ein Pionier auf dem Gebiet der Manuellen Medizin, entwickelte die Querfriktion. Sie dient zur Schmerzlinderung und lokalen Mobilisation von Sehnen, Muskeln und Faszien. Die lokale Durchblutung im Sehnenbereich wird verbessert und der Muskeltonus gesenkt. Über die Mechanorezeptoren erfolgt zudem eine Schmerzreduktion. Eine häufige Indikation sind Narben und Verklebungen. Ohne eine lockere, unverklebte Narbe wird sich ein Gelenk oder Muskel nie endgradig, problemlos bewegen können.

Dehnungen

Die Effekte des Dehnens werden heutzutage kontrovers diskutiert. Früher gehörte es zu jedem Training dazu. Vor der Sporteinheit, um die Muskulatur zu lockern und danach damit Muskelkater ausblieb. Studien stellten Dehnen in den Verdacht, Verletzungen begünstigen zu können.
Ich sehe es eher als Test des Bewegungsausmaßes vor und nach meiner Therapie sowie als vorsichtige, vertrauensbildende Maßnahme (nach der Therapie) in das neugewonnene Bewegungsausmaß. Wer selbst jedoch einen Mehrwert durch das Dehnen verspürt, sollte es unbedingt beibehalten. Die Pferde sollte man nicht zwingen sich lange in einer Dehnposition halten zu lassen, sobald sie eine Widersetzlichkeit anzeigen. Ist ein Muskel „verkürzt“/verspannt, so hat er einen Grund dazu. Beispielsweise sichert oder stabilisiert er ein blockiertes Gelenk, damit es sich nicht noch weiter in die falsche Position verschieben kann. Dehnt man und löst diese Schutzspannung auf, so kann sich das Gelenk unter Umständen weiter falsch positionieren.

Impuls-Dioden-Therapie-Laser

Der Impuls-Dioden-Therapie-Laser der Klasse 3b fördert die Durchblutung, stärkt das Gewebe, regt die Kollagenbildung an, reduziert Entzündungen und hilft Wunden schneller zu heilen. Er ist von 10-10.000 Hz stufenlos einstellbar und somit für jedes Geschehen individuell anpassbar.
Die Lichtimpulse des energiereichen Laserlichts interagieren direkt mit den Zellen und aktivieren biochemische Prozesse, die für die Heilung und Regeneration entscheidend sind. Der Zellstoffwechsel wird optimiert und die Produktion von Adenosintriphosphat (Energiequelle der Zellen) erhöht. Dies führt zu einer besseren Durchblutung, wodurch Nährstoffe und Sauerstoff effektiver zugeführt und Abfallstoffe schneller abtransportiert werden. Gleichzeitig werden entzündliche Prozesse reduziert, was Schmerzen lindert und zur Heilung führt.
Indikationen:
- Muskelverspannungen bis hin zu Kreuzverschlag
- Muskelfaserrisse
- Neuralgien
- Sehnenentzündungen und -schäden
- Gelenkentzündungen
- Arthrosen
- Knochenentzündungen
- Frakturen
- Kalzifikationen
- Wunden
- Ödeme
- Hämatome
- Lungenprobleme

Magnetfeldtherapie

Das pulsierende Magnetfeld stimuliert mit bis zu 7800 Microtesla den Zellstoffwechsel, fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und versorgt Muskeln und Gelenke mit Nähr- und Sauerstoff.
Wissenschaftlich erwiesen ist die deutlich schnellere Heilung bei Knochenbrüchen. Häufigen Einsatz findet die Magnetfeldtherapie auch im nervalen Bereich. Schmerzen, durch zum Beispiel Bandscheibenveränderungen oder Corona, was das Nervensystem angreift, werden bei der Regeneration, Entzündungshemmung und Schmerzlinderung unterstützt. Aufgrund der Regeneration in all diesen Bereichen dient es auch der mentalen, seelischen und körperlichen Entspannung.

Kinesiologisches Taping

Ein Kinesiotape ist ein elastisches Baumwollband mit Acrylklebeschicht. Durch die verschiedenen Arten des Aufklebens erzeugt man unterschiedliche Wirkungen. Es dient der Stabilisation von Gelenken oder verschiedenen Körperabschnitten (z.B. bei einem Bandscheibenvorfall), unterstützt Muskulatur beim Lockern, fördert den Lymphabfluss, transportiert Hämatome schneller ab und mobilisiert Narben.